Archiv des Monats März 2010
Ein unerwarteter Anstieg des Verbrauchervertrauens in den USA stützt Aktienkurse und Rohstoffpreise. Trotz der schnellen Aufwärtsbewegung am Montag halten sich die Gewinnmitnahmen in Grenzen. Bewegung könnten Zahlen aus den USA am Nachmittag ESZ bringen.
Dort stehen der ADP-Arbeitsmarktbericht, der Einkaufsmanager-Index der Region Chicago und Zahlen zu den Auftragseingängen der Industrie im Februar auf der Tagesordnung.
Heute sind nicht alle in China veröffentlichten Daten von Unternehmen gut. Der Chemiekonzern Yunnan Yuntianhua meldet einen großen Gewinnrückgang in 2009. Der Shanghai Composit büßt fast ein Prozent ein und fällt auf 3.100 Zähler. Das bewegt sich aber noch im Rahmen normaler Gewinnmitnahmen.
Der HSCE zeigt Stärke aufgrund der passablen internationalen Vorgaben und bewegt sich bei 12.400 Zählern seitwärts.
Der DAX markiert täglich ein neues Jahreshoch. Jetzt nimmt der Index 6.200 Zähler ins Visier. WTI klettert über 82 US-Dollar pro Barrel und Palladium über 470 US-Dollar pro Unze. Dabei stagnieren die Einkommen der US-Amerikaner, und die persönlichen Ausgaben ziehen nur minimal an. Relative Stagnation scheint aber in der aktuellen Marktlage für steigende Notierungen bei allen Anlageklassen völlig auszureichen.
Um 15:00 Uhr Europäischer Sommerzeit (ESZ) könnte in den USA der Case-Shiller-Hauspreisindex für Januar die Stimmung belasten. Von Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen nach Lesart des Conference Board für März um 16:00 Uhr ESZ werden dagegen stützende Impulse erwartet.
Der HSCE bricht aufgrund guter Vorgaben aus den USA, Europa und Japan nach oben aus. Der Index notiert zur Mittagspause mit mehr als einem Prozent im Plus bei 12.380 Zählern. In Shanghai gehen die Aktienkurse seitwärts.
Die China State Shipbuilding Co. (CSSC), Chinas größter Schiffbauer, meldet für 2009 rund 40 Prozent Gewinnrückgang. PetroChina und der Social Security Fund (SSF), Chinas größter Pensionsfond, planen in 2010 umfangreiche Investitionen im Ausland. Diese Tagesmeldungen symbolisieren die Situation, in der sich China befindet: Noch bestehen Belastungen aus dem Vorjahr, aber der Ausblick hellt sich immer weiter auf.
Der DAX und Palladium legen zu, WTI notiert knapp oberhalb des Niveaus der Vorwoche. Alle Anlageklassen scheinen ohne relevante Nachrichten wie auf Schienen nach oben zu laufen.
Heute Nachmittag werden in den USA Zahlen zu den persönlichen Einnahmen und Ausgaben der Amerikaner veröffentlicht, die sich marktbewegend auswirken könnten.
Die chinesische Wirtschaft wird im 1. Quartal 2010 voraussichtlich um 12 Prozent wachsen. Das erklärt Yu Bin, der Leiter der makro-ökonomischen Abteilung beim State Council Development Research Center. In den folgenden Quartalen rechnet Yu Bin mit einer Abschwächung des Wachstums, weil die überflüssig gewordenen staatlichen Förderungsprogramme zurückgefahren werden. In 2009 entwickelte sich den Angaben zufolge das Wachstum von 6,2 Prozent in Q1 bis zu 10,7 Prozent in Q4.
Solche Nachrichten hören die Investoren gerne. In Shanghai legen die Aktienkurse um zwei Prozent zu. Der HSCE gewinnt mehr als 1,5 Prozent und klettert über 12.200 Zähler.