GEWINN- BEREICH

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Archiv des Monats Dezember 2009

Geschrieben von Manfred Rouhs am 31. Dezember 2009

Prost 2010!

Habt ihr euch auf ein neues Jahr gefreut,
die Zukunft preisend mit beredtem Munde?
Es rollt heran und schleudert, o wie weit!
Euch rückwärts. – Ihr versinkt im alten Schlunde.

Gottfried Keller

Geschrieben von Frank Wiechmann am 30. Dezember 2009

Der DAX wird durch Gewinnmitnahmen unter 6.000 Zähler gedrückt, WTI geht unterhalb von 79 US-Dollar pro Barrel seitwärts und Palladium steigt gegen den Trend auf 395 US-Dollar pro Unze. Die Rohöllagerbestände in den USA sinken wie erwartet auf Wochensicht um 1,5 Millionen Barrel, der Stimmungsindex der Chicagoer Einkaufsmanagerindex schießt in die Höhe. Die Euphorie wird aber am letzten Handelstag des Jahres 2009 nicht gekauft.

Geschrieben von Ho-Ling Soh am 30. Dezember 2009

Die US-Regierung will chinesische Stahlexporte mit Strafzöllen belegen. Der Vorwand lautet, chinesische Firmen würden Gesetze gegen das Dumping mißachten. Die Drohung kann ernste Konsequenzen für die chinesisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen haben.

Der Shanghai Composite gewinnt trotzdem 1,58 Prozent. Der Index beschließt den Tag bei 3.262,60 Punkten. Die Regierung in Peking hat die Aufrechterhaltung verschiedener Stützungsmaßnahmen für die wirtschaftliche Entwicklung in 2010 angekündigt und damit viele Marktteilnehmer beruhigt.

Der HSCE verliert 0,9 Prozent und schließt bei 12.530,77 Zählern. Die guten Vorgaben aus Shanghai können heute abwärtsgerichtete Impulse aus Japan, den USA und Europa nicht ausgleichen.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 29. Dezember 2009

In Europa und den USA bewegen sich die Aktienkurse auf dem Niveau des Vortages seitwärts. Das US-Verbrauchervertrauen nach Lesart des Conference Board hellt im Dezember auf. Die Hauspreise in den USA sind im Oktober laut Case-Shiller-Hauspreis-Index auf Jahressicht um 7,3 Prozent gefallen. Die massiven Maßnahmen von US-Regierung und Fed haben also noch immer nicht zu einer Aufwärtsbewegung der Preise am US-Immobilienmarkt geführt. Der Preisverfall war Auslöser der Finanzkrise.

WTI und Palladium geben etwas nach. Bei den Aktienkursen ist dagegen bei minmalen Umsätzen kaum eine Reaktion auf die makrowirtschaftlichen Daten feststellbar. Die wichtigste Frage für die Marktteilnehmer lautet offenbar: Wie lange dauert es, bis die Liquiditätsblase platzt?

Geschrieben von Ho-Ling Soh am 29. Dezember 2009

Das Büro für Statistik in Peking hat das chinesische Wirtschaftswachstum in 2008 um 0,6 Prozent nach oben revidiert. Der Shanghai Composit gewinnt 0,72 Prozent und schließt oberhalb von 3.200 Zählern. Der HSCE bewegt sich oberhalb von 12.600 Punkten seitwärts.

In Hongkong belasten Äußerungen des Ministerpräsidenten Wen Jiabao von gestern, nach denen einer Überhitzung des Aktien- und Immobilienmarktes vorgebeugt werden soll. Da viele Aktienkäufe in Hongkong kreditfinanziert sind, wird es wahrscheinlich sehr schnell abwärts gehen, sobald die Kurse nicht weiter steigen können.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 28. Dezember 2009

Gestützt von guten Vorgaben aus Japan und vorbörslich aus den USA gewinnt der DAX knapp ein Prozent und springt über 6.000 Punkte. Positive Vorabmeldungen über den Verlauf des Weihnachtsgeschäfts in den USA stimmen die US-Investoren bullisch. Zahllose Billig-Angebote haben die Kunden in den letzten Tagen vor dem Heiligen Abend in die Läden gelockt. Besser als erwartet ausgefallene Zahlen zur japanischen Industrieprodutkion treiben den dortigen Markt an.

Die US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sind endgültig gerettet, nachdem die US-Regierung die Deckelung von Hilfsgeldern für die maroden Finanzkonzerne aufgehoben hat, also für deren Verbindlichkeiten unbegrenzt einsteht. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Probleme werden dadurch allerdings nur verlagert – von der Wirtschaft auf den Staat.

Weil wieder Liquidität aus dem US-Dollar in Aktien umgeschichtet wird, fällt der Wert des Dollar in Richtung 1,44 für einen Euro. Deshalb steigt WTI auf 78 US-Dollar pro Barrel und Palladium auf 383 US-Dollar pro Unze.