Archiv des Monats Oktober 2009
Der DAX und die Rohölpreise verlieren mehr als drei Prozent. Zum Wochenschluß verbleibt bei allen Anlageklassen mit Ausnahme der Staatsanleihen ein Minus. Gerüchte über die möglicherweise unmittelbar bevorstehende Pleite des US-Mittelstandsfinanzierers CIT Group sowie ein weiterer Rückgang des US-Verbrauchervertrauens im Oktober passen nicht ins Bild von der großen, selbsttragenden Konjunkturerholung, das sich heute noch im rasanten Anstieg des Stimmungs-Index der Chicagoer Einkaufsmanager anzudeuten schien.
Falls in den USA zu Weihnachten in diesem Jahr die an den Aktienmärkten bereits eingepreiste Konsumparty ausfällt, könnte 2009 mit einem jähen Absturz der Aktienkurse wie der Rohölpreise anstelle der erwarteten Jahresendrallye ausklingen.
Laut erster Veröffentlichung des US-Handelsministeriums soll das US-BIP in Q3 um 3,5 Prozent gewachsen sein. Die Nachricht überlagert alle anderen Meldungen und katapultiert die Rohölpreise zurück in den Bereich von 78 US-Dollar pro Barrel sowie den DAX deutlich über 5.500 Zähler.
Zuletzt waren an den offiziellen Zahlen zum US-BIP in den folgenden Veröffentlichungen deutliche Korrekturen nötig.
Im Mittelpunkt des heutigen Interesses der Investoren steht der Chicagoger Einkaufsmanager-Index (Prognose: 49,5 nach zuvor 46,1) und die 2. Umfrage für den Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Oktober (Prognose: 69,8 nach zuvor 73,5).
Angeschoben von steigenden Aktienkursen in New York gewinnt der HSCE fast drei Prozent und steigt auf 12.800 Zähler. Der Shanghai Composit gewinnt mehr als ein Prozent, schafft aber nicht den Sprung über 3.000 Punkte.
Von den Hotelbetreibern in Peking und Shanghai kommen schlechte Zahlen für September. Die Branche beklagt eine schwache Auslastung ihrer Kapazitäten. Das gilt als schlechtes Vorzeichen für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung.
Ein unerwarteter Rückgang der Hausverkäufe in den USA im September drückt den DAX unter 5.500 Zähler und die Rohölpreise in den Bereich um 76 US-Dollar pro Barrel. Heute stehen ab 13:30 Uhr MEZ Zahlen zum US-BIP im 3. Quartal 2009 (Konsensschätzung: + 3,2 Prozent) sowie zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie zahlreiche Unternehmensberichte im Mittelpunkt des Interesses der Investoren. In Deutschland informiert die Bundesanstalt für Arbeit über die offizielle Arbeitsmarktstatistik für Oktober.
Der Aufwärtstrend bei allen Anlageklassen in Europa und den USA steht in dieser Woche auf dem Prüfstand.
In Shanghai und in Hongkong brechen die Aktienkurse ein. Der Shanghai Composit verliert mehr als zwei Prozent und fällt unter die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Zählern. Der HSCE büßt rund drei Prozent ein und notiert unter 12.500 Punkten.
Die massiven Verluste bei allen Anlageklassen in den USA, Japan und Europa haben jetzt auch die Anleger in Shanghai erreicht. Das Abwärtspotential ist an allen chinesischen Börsenplätzen erheblich.
Der DAX startet mit Verlusten in den neuen Handelstag und kämpft um 5.600 Zähler. Schlechte Vorgaben aus New York und einige schwache Unternehmenszahlen für Q3 belasten. Die Rohölpreise zeigen relative Stärke und notieren nur moderat im Minus.
Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stehen heute Nachmittag Zahlen aus den USA. Ab 13:30 Uhr MEZ werden Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und den Neubauverkäufen im September sowei zu den wöchentlichen Rohöllagerbeständen und den Hypothekenanträgen veröffentlicht.
Die Zahl der Marktteilnehmer, die an ein weiteres erhebliches Aufwärtspotential bei allen Anlageklassen glauben, scheint abzunehmen. Wobei Marc Faber wie immer übertreibt, siehe hier.