GEWINN- BEREICH

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Archiv des Monats Juli 2009

Geschrieben von Frank Wiechmann am 31. Juli 2009

Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stehen heute Zahlen zur Entwicklung des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 2. Quartal 2009. Sie werden um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht. Erwartet wird ein Rückgang von 1,5 Prozent gegenüber Q1. Daneben zieht um 15:45 Uhr MEZ der Chicagoer Einkaufsmanager-Index die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich. Zudem geht die Berichtssaison weiter.

Der DAX notiert oberhalb von 5.300 Zählern auf dem Niveau des Vortages, die Rohölpreise liegen im Plus um 70 US-Dollar pro Barrel.

Geschrieben von Ho-Ling Soh am 31. Juli 2009

Die chinesische Zentralbank ist gestern erfolgreich Gerüchten entgegen getreten, nach denen sie ihre lockere Geldpolitik aufgeben will. Dem Markt werde auch künftig ausreichend Liquidität zur Verfügung gestellt werden, ließ die Zentralbank verlauten. Der Shanghai Composit setzt deshalb heute seine Erholungsbewegung fort, gewinnt mehr als zwei Prozent und notiert wieder bei 3.400 Zählern.

Der HSCE gewinnt etwas weniger als zwei Prozent und bewegt sich oberhalb von 12.200 Punkten.

Das gegenwärtige Kursniveau ist angesichts der schlechten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die chinesischen Unternehmen realwirtschaftlich nicht begründet. Jede weitere Aufwärtsbewegung wäre eine weitere Übertreibung. Das Abwärtspotential ist groß.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 30. Juli 2009

Die Krise der Finanzwirtschaft scheint zumindest buchhalterisch überwunden, die realwirtschaftliche Krise steht dagegen offenbar erst an ihrem Anfang. Das machen die aktuellen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt deutlich, aber auch der überraschende Aufbau der wöchentlichen US-Rohöllagerbestände um mehr als fünf Millionen Barrel. Die Amerikaner fahren weniger in Urlaub und zur Arbeit. Viele Unternehmen müssen Mitarbeiter entlassen, um zu überleben. Richtig losgehen wird es allerdings jahreszeitlich bedingt voraussichtlich erst im Herbst.

Deshalb können die Börsenbullen heute noch einmal Stärke zeigen. Schlechte, aber „besser als erwartet“ ausgefallene Zahlen für Q2 u.a. von Daimler, Volkswagen, Goodyear und MasterCard treiben den DAX über 5.300 Zähler und halten die Rohölpreise bei 70 US-Dollar pro Barrel. Dem stehen zahlreiche einfach nur schlechte Quartalsergebnisse gegenüber, die heute aber am Markt weitgehend ignoriert werden.

Geschrieben von Ho-Ling Soh am 30. Juli 2009

Der HSCE geht bei 12.000 Zählern seitwärts. In Shanghai ist eine technische Gegenbewegung zum Ausverkauf von gestern zu beobachten. Der Shanghai Composit gewinnt mehr als ein Prozent und klettert wieder über 3.300 Zähler. Aber die Stimmung der Investoren wird nicht besser.

Viele chinesische Unternehmen leiden unter den verschlechterten Export-Möglichkeiten. Die Ausfuhren haben zwar im 2. Quartal gegenüber Q1 um 6,4 Prozent zugenommen, liegen aber immer noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Außerdem verunsichern Überlegungen bei der chinesischen Zentralbank, die üppig zur Verfügung gestellte Liquidität teilweise zurückzufahren. Da die Wirtschaft in China weiter wächst und zu keinem Zeitpunkt eine Rezession drohte, sehen manche Experten das Risiko einer anziehenden Inflation.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 29. Juli 2009

Eine unerwartete Eintrübung des US-Verbrauchervertrauens im Juli hat gestern in New York Gewinnmitnahmen ausgelöst, der DAX startet bei 5.200 Punkten in den Handelstag. Die Rohölpreise fallen unter 70 US-Dollar pro Barrel. Die meisten zuletzt veröffentlichten Unternehmenszahlen fielen schlecht aus, viele aber „besser als erwartet“.

Die Hauspreise in den USA sind auf Monatssicht minimal angestiegen, notieren aber immer noch weit unter dem Niveau des Vorjahres. Hier kann deshalb von einer Trendwende noch nicht gesprochen werden.

Neben den wöchentlichen Rohöllagerbeständen und Zahlen zu den wöchentlichen Hypothekenanträgen stehen heute in den USA Informationen zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter und am Abend ein Blick in das Beige Book der Federal Reserve auf der Tagesordnung.

Geschrieben von Ho-Ling Soh am 29. Juli 2009

Die Aktienkurse in Hongkong und Shanghai verlieren mehr als fünf Prozent. Der HSCE fällt unter 11.800 und der Shanghai Composit unter 3.300 Zähler. Der sehr erfolgreiche Börsengang von China Construction in Shanghai kann den Absturz nicht aufhalten. Die Börsen lassen Luft ab, nachdem sich durch die jüngste Aufwärtsbewegung erheblicher Druck aufgestaut hat.

Das Potential nach unten ist derzeit größer als dasjenige nach oben. Die guten Nachrichten vom stabilen chinesischen Wirtschaftswachstum sind an den Aktienmärkten bereits eingepreist. Falls die US-Aktienkurse nicht weiter anziehen, ergibt sich für den HSCE ein Kursziel deutlich unterhalb on 10.000 Punken.