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Archiv des Monats Mai 2009

Geschrieben von Manfred Rouhs am 30. Mai 2009

Opel wird von Magna übernommen und wendet die Insolvenz ab, während ein von manchen Investoren erhofftes Wunder im Falle GM offenbar ausbleibt. Das Verbrauchervertrauen steigt in den USA weiter an, der Chicagoer Einkaufsmanager-Index bricht dagegen überraschend ein. Das dürfte mit der großen Zahl von befragten Managern im Zusammenhang stehen, die mit der maroden amerikanischen Automobilbranche zu tun haben, die jetzt gesundgeschrumpft werden muß.

Die Aktienkurse bewegen sich in den USA bis kurz vor Börsenschluß auf dem Niveau des Vortages. Dann kaufen einige institutionelle Investoren quer durch alle Branchen ein, um das Wochenbild aufzuhübschen. Dabei handelt es sich offenbar um ein belangloses Strohfeuer.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 29. Mai 2009

Das US-Handelsministerium hat die zweite Schätzung zur Entwicklung des US-BIP im 1. Quartal 2009 veröffentlicht. Die erste Schätzung behauptete einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten im Umfang von 6,1 Prozent, die Revision geht von 5,7 Prozent aus, erwartet waren 5,5 Prozent. Die Zahl wird von vielen Marktteilnehmern mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 29. Mai 2009

Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stehen heute bereinigte Zahlen zur Entwicklung des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im 1. Quartal 2009 und die Insolvenz von General Motors (GM). Nachdem ein Teil der GM-Gläubiger mit dem Konzern eine Einigung über den Verzicht auf Verbindlichkeiten erzielt hatte, keimte kurzzeitig Hoffnung für den Automobilkonzern auf, die den Titel ins Plus schob. Tatsächlich aber dürfte die Insolvenz kaum abzuwenden sein.

Die Zahlen zum bereinigten US-BIP könnten den Märkten Rückenwind geben, denn sie sind besser prognostiziert als die erste Schätzung ausfiel. Zudem treiben Erwartungen auf einen stabil notierenden Einkaufsmanagerindex der Region Chicago und gute Daten zur Verbraucherstimmung nach Lesart der Universität Michigan Aktienkurse und Rohölpreise an.

Ein erneuter wöchentlicher Rückgang der US-Rohöllagerbestände, der gestern gemeldet wurde, signalisiert eine Stabilisierung des Verhältnisses von Ölangebot und -Nachfrage. Das wäre unter anderen Rahmenbedingungen eine gute Voraussetzung, um auf WTI long zu gehen. Derzeit aber ist in die Rohölnotierungen die Erwartung einer Konjunkturerholung in den USA eingepreist, die die realwirtschaftlichen Daten nicht bestätigen. Wir verhalten uns deshalb abwartend.

Geschrieben von Ho-Ling Soh am 29. Mai 2009

Der HSCE gewinnt mehr als zwei Prozent und notiert oberhalb von 10.400 Zählern. Die Anleger in Hongkong orientieren sich an den Kursgewinnen in New York und Tokio. Sie kaufen, weil in den USA und in Japan gekauft wird.

Sie sichern sich aber auch mit Goldkäufen ab. In Shanghai, Peking und Guangzhou werden immer mehr Goldbarren gekauft. Im 1. Quartal 2009 wurden in China 114 Tonnen Gold verkauft, das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Investoren sehen in physikalischen Goldkäufen mittlerweile eine Art letzte Absicherung gegen die Risiken einer wirtschaftlichen Entwicklung, die sie als sehr unsicher einschätzen.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 28. Mai 2009

Der US-Arbeitsmarkt sendet keine Entwarnungssignale. Die Zahl der Erstanträge auf Artbeitslosenhilfe sank zwar auf Wochensicht um 13.000 auf 623.000, die Zahlen der Vorwoche mußten aber um 5.000 nach oben revidiert werden. Noch nie lag der wöchentliche Wert so lange oberhalb von 600.000 wie derzeit.

Ähnlich sieht es bei den Auftragseingängen für langlebige Güter in den USA aus: Sie zogen im April um 1,9 Prozent an. Der Wert für März muß aber von -0,8 auf -2,1 Prozent revidiert werden. Auch diese Zahlen lassen keine Entwarnung zu.

Geschrieben von Frank Wiechmann am 28. Mai 2009

Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren in Europa und den USA stehen heute die möglichen Insolvenzen verschiedener Konzerne, insbesondere aus der Automobilbranche. Der DAX bildet Kursverluste der US-Börsen gestern Abend nach und fällt unter 5.000 Zähler. Die Rohölpreise notieren stabil auf dem Niveau des Vortages.

In Deutschland stehen die Arbeitsmarktdaten für Mai und in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung an. Zudem werden in den USA um 14:30 Uhr MEZ Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter und um 16:00 Uhr MEZ zu den Neubauverkäufen im April veröffentlicht.