Aktienkurse und Rohstoffpreise gehen in Europa und den USA seitwärts. Neben den Quartalszahlen von Unternehmen stehen am Nachmittag in den USA Daten zu den Lagerbeständen und den Rohöllagerbeständen auf der Tagesordnung. Der Handel ist derzeit impulslos und technisch geprägt.
Die Vorgabe der chinesischen Regierung, nach der in 2010 nur noch 7,5 Billionen Yuan an Krediten vergeben werden sollen, nach 9,59 Billionen Yuan im Vorjahr, wird sehr genau umgesetzt werden. Das hat Liu Mingkang von der China Banking Regulatory Commission (CBRC) erklärt. Es wird auch überprüft werden, inwieweit Institutionen Kredite ausgeben, die keine Banken sind.
In Shanghai gaben daraufhin die Aktienkurse nach. Der HSCE ging bis zur Mittagspause oberhalb von 12.200 Zählern seitwärts.
Mehrere bedeutende Unternehmen haben heute sehr gute Geschäftszahlen veröffentlicht. Der chiensische Außenhandel nahm im Februar auf Jahressicht um 45,2 Prozent zu. Diese Zahlen spielen für den Tagesverlauf der Aktienkurse keine Rolle, begründen aber mittelfristig die Annahme, daß die Aktienkurse in Shanghai und in Hongkong steigen werden.
Der DAX, Palladium und WTI werden heute von leichten Gewinnmitnahmen belastet. Der Arbeitsmarktbericht des amerikanischen Conference Board wies für Februar eine minimale Verbesserung aus. Wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht auf der Tagesordnung. Das Interesse der Investoren gilt den Quartalsberichten der Unternehmen.
Der Versicherungskonzern China Life erwartet für 2009 gegenüber 2008 einen Anstieg des Nettogewinns um rund 200 Prozent. In Shanghai legen die Aktienkurse auch heute zu, sie gewinnen ein halbes Prozent. Der HSCE geht trotz schwacher US-Vorgaben bei 12.200 Zählern seitwärts.
Aktienkurse und Rohstoffpreise steigen ohne Zahlen, getrieben von allgemeinem Konjunkturoptimismus. Der DAX kämpft um 5.900 Zähler, WTI kostet 82 US-Dollar pro Barrel und Palladium 477 US-Dollar pro Unze.
Um 16:00 Uhr MEZ wird in den USA der Beschäftigungsindikator des Conference Board für Februar veröffentlicht. Im übrigen richtet sich das Interesse der Investoren auf verschiedene Quartalszahlen europäischer und US-amerikanischer Unternehmen.
Immer noch bereitet der Außenhandel der chinesischen Wirtschaftsentwicklung Schwierigkeiten. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2010 fiel der Außenhandelsüberschuß auf Jahressicht um 50,2 Prozent. Der Staatsfonds CIC meldet dagegen eine Zunahme seiner Investitionsaktvitäten im Ausland in 2009.
Der Shanghai Composit gewinnt 0,73 Prozent und schließt bei 3.053 Punkten. Der HSCE profitiert von guten US-Vorgaben, gewinnt mehr als zwei Prozent und klettert wieder über 12.200 Zähler.